Markus Bongartz

Komponist

Foto Markus Bongartz

Markus Bongartz, Jahrgang 1963, schreibt gerne für große und inhomogene Besetzungen. Aber auch Solostücke und Werke für Instrumente und computergenerierte Zuspielbänder gehören zu den Schwerpunkten seiner Arbeit.

Wie bei vielen Komponisten seiner Generation steckt in der Buntheit seiner Besetzungen und Arbeitsweisen eine zentrifugale Kraft. Hinter seiner stilistischen Unbekümmertheit verbirgt sich eine Art Flucht und schöpferische Unruhe – vielleicht eine Art Spiel: ein subtiler Zweifel treibt die Musik durch allerhand Maskeraden, euphorische Zustände, Pathos und falsche Objektivierungen – ohne die eingegangenen Verpflichtungen gänzlich einzulösen, die verwundenen Stränge in vorhersehbaren Mustern zu entflechten.

Schließlich – wir leben in einem Zeitalter der Simulation. Da ist die Bereitschaft groß, in naiver Weise Pflöcke in die Erde zu schlagen und zu sagen: „Hier bin ich“ – um im selben Atemzug zu fragen, ob dieser Anspruch und die Mittel, ihn zu formulieren, die geeigneten sind ...